Regionales Pflegestützpunktsystem Herzstück des burgenländischen Zukunftsplanes Pflege

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Das Pflegestützpunkt-Modell sieht Standorte in 71 Gemeinden vor. Bei einer Info-Tour durch die 28 Regionen wurde das System im Detail vorgestellt. Gestern fand der Kick-Off in Großpetersdorf statt. 

Das Modell der Pflegestützpunkte im Burgenland unterstreicht neben dem Anstellungsmodell für betreuende Vertrauenspersonen oder dem Anstellungsmodell für angehenden Pflegekräfte die Vorreiterrolle des Burgenlandes im Bereich Pflege und Betreuung auf europäischer Ebene. Am 6. März 2024 fand die Kick-Off-Info-Veranstaltungen zum Pflegestützpunkt-Modell in Großpetersdorf statt. Soziallandesrat Leonhard Schneemann stellt das Projekt für die Region Großpetersdorf, Rotenturm, Jabing, Mischendorf, Hannersdorf und Schandorf vor: "Das Pflegestützpunktsystem sieht Standorte in 71 Gemeinden in 28 Regionen vor, garantiert die gemeindenahe und niederschwellige Versorgung der Bevölkerung mit Pflege- und Betreuungsangebote – und das eben genau vor der Haustür. Zeitgleich kommen wir damit dem Wunsch der älteren Generationen nach, in der eigenen Umgebung gepflegt und betreut zu werden. Dazu ermöglichen wir ein Altern in Würde, unabhängig vom Einkommen. Das Modell ist ein elementarer Baustein des burgenländischen Zukunftsplans und unterstreicht die Vorreiterrolle des Burgenlandes auf europäischer Ebene", so der Landesrat. 

Serviceorientiert und wohnortnah präsentiert sich das regionale Pflegestützpunktsystem – ein Herzstück des burgenländischen Zukunftsplan Pflege. Dieses Modell sieht Standorte in 71 Gemeinden vor und spannt den Betreuungsbogen von Hauskrankenpflege über betreutes Wohnen und Seniorentagesbetreuung bis hin zur Pflege- und Sozialberatung. Dabei wurde das Burgenland – nach wissenschaftlicher Evaluierung der vorhandenen Strukturen im Land durch das Entwicklungs- und Planungsinstitut für Gesundheit (EPIG) – in 28 Regionen unterteilt. Ein Pflegestützpunkt wird in Großpetersdorf entstehen. Schon ab April 2024 wird diese Region von der Betreuung und Pflege Burgenland GmbH versorgt. 

Beim Kick-Off-Informationsabend – in den kommenden Wochen und Monaten folgen Info-Veranstaltungen in allen 28 Regionen des Landes - stellte Soziallandesrat Leonhard Schneemann das Modell im Detail vor. "Um die flächendeckende Pflege und Betreuung in allen burgenländischen Regionen zu gewährleisten, setzen wir auf das regionale Pflegestützpunktmodell. Die 71 Standorte stellen eine wohnortnahe, effiziente, serviceorientierte und niederschwellige Versorgung der Bevölkerung mit Pflege- und Betreuungsangeboten sicher", betonte Landesrat Leonhard Schneemann beim Informationsabend in Großpetersdorf und führte weiters aus: "Die Versorgungssicherheit steht für uns im Mittelpunkt. Alle Burgenländerinnen und Burgenländer, die Pflege und Betreuung benötigen sollen diese auch bekommen.“ 

An den 71 Standorten werden die mobile Hauskrankenpflege, Tagesbetreuung, Betreute Wohnungen und Pflege- und Sozialberater*innen an einer Stelle zusammengeführt. Das umfasst die Tagesbetreuung für bis zu 12 Personen pro Region, vier betreute Wohnungen pro Stützpunkt, 1 Pflege- und Sozialberatung pro Region sowie den Dorfplatz. 

Der gesamte Stützpunkt ist offen gestaltet, damit die Dorfbevölkerung die Klient*innen besuchen kann. Zudem soll auch die Möglichkeit geschaffen werden, dass die örtlichen Pensionist*innen die Räumlichkeiten nutzen können. "Wir sind bemüht, Pflege und Betreuung flächendeckend professionell aufzustellen und die Rahmenbedingungen der Pflege- und Betreuungskräfte zu verbessern", schloss Landesrat Leonhard Schneemann. 

Betreuung in der Region Großpetersdorf 
Die Region Großpetersdorf mit ihren umliegenden Gemeinden wird ab April 2024 über die Betreuung und Pflege Burgenland GmbH versorgt. Klient*innen erhalten die Förderungen des Landes Burgenland für mobile Betreuungs- und Pflegedienste nur noch bei Inanspruchnahme der Leistungen der Betreuung und Pflege Burgenland GmbH. "Unsere Rolle ist nicht nur, die Bevölkerung in der Region in den Bereichen Betreuung und Pflege zu versorgen, sondern auch das Modell weiterhin unter die Lupe zu nehmen. Wir werden sorgfältig prüfen, wo Herausforderungen entstehen können und wo ein Nachschärfen notwendig ist", erklärte Geschäftsführer Johannes Zsifkovits (Soziale Dienste Burgenland). 

„Um die Pflege und Betreuung auch für die kommenden Generationen garantieren und finanzieren zu können, müssen wir über den Tellerrand schauen und uns auf Neues einlassen. Das Burgenland hat den Anspruch, österreichweit Vorreiter für die Pflege von morgen zu sein", meinte Landesrat Leonhard Schneemann abschließend. 

Weitere Informationen zum Pflegestützpunktsystem im Burgenland finden Sie auf der Seite https://www.soziale-dienste-burgenland.at